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Besuch im Zirkus

Seid ihr schon einmal in einem Zirkus gewesen? Ja, dann wisst ihr ja, was man da alles sehen kann. Aber wir wollen heute selbst Zirkus spielen, das ist noch viel lustiger. Also aufgepasst, es kann losgehen. Zuerst spielt die Kapelle einen Tusch, das Licht geht aus, und nur ein paar Scheinwerfer beleuchten die Manege.

Der Manegeneingang öffnet sich, und herein traben viele Ponys. Sie sind wunderschön geschmückt, und auf den Köpfen haben sie bunte Federbuschen. Die kleinen Pferde laufen ganz stolz im Kreis herum, und dabei werfen sie ihre Köpfe mit den bunten Federbuschen nach vor und zurück.

Wir sind jetzt alle kleine Ponys und laufen im Kreis. Dabei ziehen wir abwechselnd das linke und das rechte Knie hoch, und die Fuß spitzen sind dabei senkrecht nach unten gestreckt. Wir versuchen ganz leicht und leise zu hüpfen. Den Kopf bewegen wir dabei nach vorn und nach hinten (Übung 32mal).

Zum Schluss verbeugen sich die Ponys, und dabei kratzen sie mit einem Vorderfuß im Sand. Wir tun dasselbe: leicht nach vorn beugen, und mit dem Fuß am Boden kratzen. Vier mal mit dem linken und vier mal mit dem rechten Fuß.

Nachdem die Ponys die Manege verlassen haben, kommen die Clowns herein. Da gibt es immer viel zu lachen. Es sind zwei Clowns, die einen Purzelbaum nach dem anderen schlagen.

Wir wollen einmal versuchen, ob wir das auch können. Passt auf:

Wir bücken uns, die Hände stützen wir auf dem Boden auf, und der Kopf ist zwischen den Händen. Schaut dabei zwischen euren Beinen durch nach hinten. Nun beugt den Kopf noch weiter nach unten, hebt die Beine etwas und gebt euch einen kleinen Schwung. Hoppla, schon rollt ihr über euren eignen Kopf. Für diese Übung ist es gut, wenn man als Unterlage entweder einen Teppich oder eine Wiese hat. Es tut dann nicht so weh. Wir wollen vier Purzelbäume schlagen. Nun bewegen sich unsere Clowns ganz lustig vorwärts: sie gehen nicht, sie laufen nicht, sie hüpfen nicht, und trotzdem kommen sie weiter.

Sie stehen gerade, so wie wir, die Füße sind geschlossen; nun heben sie die Fersen und machen eine kleine Bewegung nach rechts. Jetzt heben sie die Fußspitzen und setzen sie ebenfalls nach rechts, nun wieder die Fersen, die Fußspitzen u. s. w.

Sie bewegen sich also seitwärts weiter. Die Füße bleiben dabei fest geschlossen. Nach 16 mal wechseln wir die Richtung. Wir bewegen uns nach der linken Seite. Das üben wir so lange, bis wir es ganz schnell. können, so wie die beiden Clowns.

Plötzlich sagt der eine Clown, seine Füße könnten nicht mehr alleine laufen, sie brauchen dazu die Hände. Und das sieht dann so aus:

Bückt euch und fasst mit den Händen eure Fußknöchel. Nun hebt mit der rechten Hand euren rechten Fußknöchel nach vorn, dann mit der linken Hand den linken Knöchel. Auf diese Art und Weise bewegt man sich auch vorwärts. Wir gehen einige Male im Kreis herum, so wie die Clowns, die inzwischen die Manege verlassen haben.

Die Kapelle spielt wieder einen Tusch, und eine Seiltänzertruppe betritt die Manege.

Jetzt brauchen wir einen Strick oder ein Band, welches wir vor uns hinlegen. Haben wir weder das eine noch das andere, nehmen wir unsere Phantasie zu Hilfe und stellen uns ein Seil vor.

Wir stehen am Anfang des Seiles, und nun müsst ihr euch außerdem noch vorstellen, dass es unter euch ungefähr zehn Meter in die Tiefe geht. Also nicht schwindelig werden, sonst stürzt ihr ab.

Zuerst balancieren wir über das Seil, indem wir einen Fuß genau vor den anderen setzen. Also Ferse an Spitze. Die Arme haben wir zur Seite gestreckt, damit wir das Gleichgewicht besser halten können. Nach acht Schritten sind wir auf der anderen Seite angekommen, und da machen die Mädchen zum Publikum einen Knicks und die Buben einen Diener. Dann balancieren wir wieder zurück.

Jetzt wird es etwas schwieriger: Das rechte Bein steht auf dem Seil und das linke schwingt am Boden entlang und stellt sich davor. Während des Schwunges beugen wir das rechte Bein etwas ein. Nun dasselbe mit dem anderen Bein. Das machen wir acht mal und sind am Ende des Seiles angekommen. Wir drehen uns um und schwingen wieder zurück.

Die nächste Übung ist noch etwas schwieriger. Wir gehen vier Schritte auf dem Seil entlang, dann hocken wir uns, und das rechte Bein strecken wir waagrecht nach vorn. Dabei keinen Katzenbuckel machen und schön das Gleichgewicht halten! Denkt an den Zehn-Meter tiefen Abgrund! Langsam aufstehen und bis zum Ende des Seiles balancieren. Umdrehen und wieder zurück. Nach vier Schritten wieder hocken, und das linke Bein wird jetzt waagrecht nach vorn gestreckt. Wir wollen diese Übung so lange machen, bis wir nicht mehr wackeln.

Zum Abschluss unserer Seilübungen noch schnell folgende Übung:

Wir stellen uns auf die Mitte des Seiles, ein Bein ist vorn, das andere hinten. Nun springen wir hoch in die Luft und wechseln dabei die Beine; jetzt ist das eine Bein hinten und das andere vorn. Sobald wir auf das Seil aufspringen, einmal kurz nachfedern. Außerdem müsst ihr darauf achten, dass die Fußspitzen nach außen schauen, denn das Seil läuft unter den Fußhöhlen durch. Die Übung machen wir ungefähr 16 mal.

Die Seiltänzertruppe erntet viel Applaus. Doch kaum haben sie die Manege verlassen, stürmt auch schon eine Meute kleiner Hunde herein, die vor Freude und Übermut bellen. Aber kurze Zeit später hockt jeder Hund auf seinem Platz, genau wie wir.

Wir sind jetzt die kleinen Hunde und stützen uns mit den Händen auf dem Boden auf. Nun springt mit beiden Beinen zugleich in die Luft und wieder zurück. Acht mal springen wir auf und nieder. Das habt ihr sehr schön gemacht, und das Publikum klatscht fest in die Hände. Wir klatschen mit. Dasselbe noch einmal, und wieder Händeklatschen.

Jetzt hüpfen die kleinen Hunde auf den Hinterbeinen im Kreis herum, wir hocken uns und hüpfen ebenfalls im Kreis. Die Arme winkeln wir an, und die Hände lassen wir nach unten hängen. Wir hüpfen so lange im Kreis herum, bis wir außer Atem sind, dann setzen wir uns auf den Boden und ruhen uns aus.

Damit ist auch unsere kleine Zirkusvorstellung zu Ende, und ich hoffe, es hat euch Spaß gemacht.

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