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Auf dem Eislaufplatz

Unlängst erzählte mir ein Kind, es hätte zu Weihnachten Schlittschuhe bekommen. Habt ihr auch welche?

Wie wäre es, wenn wir uns einmal vorstellen, wir gehen auf den Eislaufplatz. Kommt ihr mit?

Auf dem Eislaufplatz herrscht schon reges Treiben, und wir werden uns auch gleich in das Gewühl stürzen. Die Eislaufschuhe sind schnell angezogen, und schon kann es losgehen.

Damit uns aber zuerst ein bisschen warm wird, machen wir es so wie die Eisschnellläufer:

Wir setzen den rechten Fuß nach vorne, der linke schwingt hinter das rechte Bein, und die Arme schwingen beide nach rechts.

Jetzt den linken Fuß nach vorne, der rechte schwingt hinter das linke Bein und die beiden Arme ebenfalls nach links. Das muss aber sehr schnell gehen, eben wie bei Eisschnellläufern. 32mal flitzen wir um die Eisbahn.

Jetzt ist uns aber richtig warm geworden, und wir können gemütlich "holländern". So nennt man die nächste Übung.

Stellt euch zu zweit nebeneinander, fasst euch gekreuzt bei den Händen und schwingt erst das linke Bein über das rechte und dann das rechte über das linke Bein. Dabei immer einen Schritt nach vorn gehen. Ihr könnt die Übung auch allein machen, ohne Partner, dann verschränkt ihr die Arme vor der Brust und "holländert" einige Male im Kreis herum.

Jetzt stellt euch zu zweit gegenüber, fasst euch an der rechten Hand, und nun zieht der eine Partner den anderen zu sich heran, der macht einen kleinen Sprung, dreht sich dabei und zieht nun seinen Partner zu sich heran. Dabei bewegen wir uns im Kreis weiter. Bitte achtet darauf, dass ihr mit dem rechten Bein abspringt und mit dem linken aufsetzt und zieht nicht zu kräftig, sonst fallt ihr hin. Jetzt wäre es schön, wenn wir im Radio oder von einer Schallplatte etwas Musik dazu hören könnten, dann wäre es beinahe wie auf einem richtigen Eislaufplatz.

Nun fahren wir eine Waage. Ihr lauft ein paar Schritte im Kreis, und wenn ich euch zurufe: "Waage", hockt ihr euch hin und streckt das linke Bein nach vorn. Aber nicht umfallen! Steht wieder auf und lauft im Kreis, und beim nächsten Zuruf streckt ihr das rechte Bein nach vorn. Das machen wir einige Male, und zwar immer abwechselnd mit dem linken und rechten Bein.

Jetzt wollen wir einmal einen "Mond" versuchen.

Wir steilen uns in eine leichte Grätschstellung und drehen die Füße so weit wie möglich nach außen. Die rechte Fußspitze schaut nach rechts, die linke nach links. Wir biegen die Füße so weit ein, dass wir auf den Innenkanten der Füße stehen, den Oberkörper etwas nach hinten beugen, Hüften nach vorn. Die Arme stützen wir links und rechts auf die Hüften. Nun stellen wir uns auf die Außenkanten der Füße, dabei Oberkörper nach vorn und die Hüften nach hinten. Ihr werdet sehen, wenn wir das lange genug üben, klappt es wunderbar, und unsere Fußgelenke werden dabei elastisch. Jetzt wagen wir einen kleinen Sprung.

Wir laufen vier Schritte, springen dann mit beiden Beinen zugleich hoch und spreizen sie ganz schnell in der Luft. Das soll aussehen, als ob wir in der Luft einen Schritt machen würden. Mit geschlossenen Beinen kommen wir wieder auf dem Boden auf. Vier mal geht zuerst das rechte Bein nach vorn und dann vier mal das linke. Nach dieser anstrengenden, aber auch kunstvollen Übung wollen wir uns eine kleine Ruhepause gönnen. Außerdem müssen wir unsere Beinmuskeln etwas lockern. Eislaufen ist ja nicht so einfach, wie es ausschaut. Wir setzen uns auf den Boden, lassen uns etwas nach hinten fallen und stützen uns mit den Unterarmen auf. Die Beine lassen wir baumeln, indem wir einmal den linken und einmal den rechten Unterschenkel nach oben bewegen. Das machen wir 16 mal.

Nun dasselbe, aber beide Unterschenkel gehen zur gleichen Zeit hoch und runter, hoch und runter u. s. w. Ebenfalls 16 mal.

Jetzt kreuzen wir die Unterschenkel einmal links und rechts in der Luft, und zwar auch einige Male hintereinander, und somit hätten wir unsere Beinmuskeln wieder etwas gelockert. Es kann wieder aufs Eis gehen.

Wir versuchen jetzt einen Flieger. Stellt euch auf das rechte Bein, das linke strecken wir nach hinten, den Oberkörper etwas ,nach vorn beugen, und die Arme links und rechts zur Seite strecken. Schön das Gleichgewicht halten und nicht zu sehr wackeln. Das Standbein darf nicht eingeknickt werden. Wir verharren einige Zeit in dieser Stellung und nehmen dann das linke Bein wieder herunter. Dafür geht jetzt das rechte Bein nach hinten, und wieder verharren wir einige Zeit in dieser Stellung.

Nachdem uns die Übung so gut gelungen ist, wollen wir sie noch ein wenig ausbauen: wir strecken wieder das linke Bein nach hinten und versuchen nun, uns langsam um uns selbst zu drehen. Wir müssen deshalb ein wenig auf die Fußspitze gehen und die Ferse Stück für Stück zur Seite bewegen. Wenn wir das schön langsam machen, sieht es wirklich so aus, als ob wir uns auf dem Eis drehen. Dasselbe versuchen wir dann mit dem anderen Bein.

Das war unsere letzte Übung auf dem Eislaufplatz, denn allmählich wird es schon dunkel, und wir müssen nach Hause gehen. Aber der Winter dauert ja noch eine Weile, und da haben wir noch öfter Gelegenheit, den Eislaufplatz zu besuchen.

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