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Schnecken

Ein harmloser Spielplatzbesuch endete damit, dass wir in der Gruppe in unserem Glasbecken (altes Aquarium) Nacktschnecken hatten. Niemand wusste sehr viel über diese Tiere. Die Kinder zeigten reges Interesse und Neugier, also gaben wir ihnen erst mal Namen. Eine Mutter brachte noch eine Weinbergschnecke mit, zu der mir nur ein Gedanke durch den Kopf schoss: Kräuterbutter … Iih!

Hier nun einige interessante Daten als Hintergrundwissen rund um die Schnecke:

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Sie lieben feuchten Boden,

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sind die Putzkolonne der Natur,

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fressen abgestorbene Pflanzenteile, Salat und Kohl.

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Feinde: Frösche, Salamander, Schildkröten, Mäuse, Eichhörnchen, Vögel, Menschen!

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Gehäuseschnecken werden ca. zwei bis fünf cm groß,

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Nacktschnecken ca. ein bis 15 cm.

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Zwei Tentakelpaare: oberes Paar mit Augen, sehen aber schlecht; unteres Paar Sinnestaster zum zurechtfinden!

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Raspelzunge: sehr rau, besteht aus vielen tausend Zähnchen, womit sie die Nahrung raspelt; oder sie beißt mit dem hornigen Oberkiefer richtige Stücke ab und zerkleinert sie im Mund.

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Die Schale des Gehäuses hält feucht und bietet Schutz vor Feinden.

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Der Schleim schützt vor Verletzungen und erleichtert das Kriechen.

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Alle Schnecken sind Zwitter.

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Das Löchlein am Kopf: ist die Geschlechtsöffnung – Begattung und Eiablage.

Einfangen …

Ein großes Glas mit großer Öffnung und einen Köder (Stück Apfel oder Kohlblätter) über Nacht nach draußen legen.

Und wenn man sie hat?

Gut eignet sich ein kleines Aquarium, in dem man die Schnecken ein paar Tage bedenkenlos halten kann: Erde und Sand als erste Schicht hineingeben, dann Blätter, Äste und was man sonst so findet hineingeben, evt. Auch kleine Pflänzchen, wie Löwenzahn reinsetzen, gut befeuchten und Schnecken reinsetzten. Damit sie nicht rauskriechen, kann man aus Fliegennetz (oder Gardine) und Gummiband ein luftdurchlässiges Dach basteln.

Die folgenden Tests sind einfach durchzuführen und schaden in keiner Weise der Schnecke. Es sind keine Tierversuche!

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Test 1: Fressen
Verschiedene pflanzliche und tierische Kost ins Becken legen und beobachten, was gefressen wird.

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Test2: Geruchssinn
Auf ein Blatt Papier wird ein Kreis gemalt; die Schnecke kommt mittenrein. Zwei Gläser, in jedem ein Stück Apfel oder Erdbeere, werden in gleichen Abständen vom Kreis entfernt aufgestellt. Eines verschlossen, eines geöffnet. Da Schnecken besser riechen als sehen können, werden sie zum geöffnetem Glas kriechen.

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Test 3: Riechabstand
Auf der zehn cm Marke eines langen Lineals ein Stück Melone (oder Apfel, Kohl) legen und Schnecke hinkriechen lassen. Dann denn Abstand immer um ein paar cm vergrößern, bis die Schnecke nichts mehr riechen kann.

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Test 4: Feucht oder trocken
Zwei durchsichtige Gefäße aneinander kleben: ein trockenes, eins mit nassem Schwamm. Welches wird bevorzugt?

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Test 5: Hell oder dunkel
Ähnlich Test 4: eine Flasche abdunkeln.

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Test 6: heiß oder kalt
Ein Gefäß mit Eiswürfeln und eines mit heißem Wasser (ideal sind 18 bis 22 C°), über beide Gefäße ein Lineal legen und die Schnecke auf die Mitte setzen.

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Test 7: aufwärts oder abwärts
Schnecke auf ein Lineal setzen und den Winkel stets vergrößern. Schauen, bis wie weit sie keine Probleme hat, hoch zu kriechen.

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Test 8: Entfernung
Schnecke auf ein Blatt Papier setzen und markieren, wie weit sie in einer Minute kommt.

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Test 9: Spektakulär
Schnecke über ein Messer kriechen lassen. Dies ist keineswegs gefährlich, da sie durch ihre Schleimschicht geschützt ist.

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Test 10: Wettrennen
Zwei Schnecken auf verschieden glatte/raue Untergründe.

 

siehe auch Fingerspiele:

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Schnecke geht Spazieren

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und Schnecke

Lied:

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Kleine Schnecke

Geschichte:

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Fühlgeschichte- Die Rückenschnecke

Kinderreime:

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Schnicke - Schnacke - Schnecke

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Schnirkelschnecken

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Schnecke hält Winterschlaf

 

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