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Ein Winterspaziergang

 mit freundlicher Unterstützung des Kiga Brockhausen

Heute wollen wir uns einmal vorstellen, wir machen einen Winterspaziergang. Ein Stückchen müssen wir durch die Stadt gehen, aber bald verlassen wir die engen Gassen und sind mitten in der freien Natur. Hier können wir herrlich spazieren gehen, denn weit und breit ist kein Auto zu sehen, und es gibt nur sehr viel Schnee. Durch den hohen Schnee müssen wir stapfen: linkes und rechtes Knie müssen wir dabei weit nach oben ziehen, denn wie gesagt, der Schnee ist sehr tief. Es geht auch nicht sehr schnell, und wir kommen nur langsam voran. Nach 32 Stapfschritten stehen wir plötzlich vor einem kleinen Bach. Da könnten wir leicht hinübersteigen, aber wir wollen hinüberspringen, denn das macht uns viel mehr Spaß.

Wir schließen die Füße und springen mit beiden Füßen zugleich über das Bächlein. Bitte nicht zu weit hüpfen, denn es ist wirklich nur ein kleiner Bach. Achtet vielmehr darauf, dass ihr mit beiden Beinen zugleich abspringt und mit beiden Beinen zu gleicher Zeit aufspringt. Beim Aufspringen immer einmal nachfedern. Das Hüpfen macht uns sehr viel Spaß, und wir hüpfen hinüber und herüber u. s. w., im ganzen 16 mal.

Seht einmal, Kinder, ganz in unserer Nähe steht eine alte, schon ziemlich verfallene Scheune. Gerade richtig für uns, um sie als Zielscheibe für ein paar Schneebälle zu benutzen.

Wir bücken uns, formen einen Schneeball und werfen ihn mit Wucht gegen die alte Scheune. Wer getroffen hat, darf rufen: getroffen! Der Arm, der den Schneeball wirft, muss kräftig nach vorn schnellen. Nach jedem Wurf bücken, einen neuen Schneeball formen und wieder werfen. Acht Schneebälle werfen wir mit der rechten Hand und acht mit der linken.

Jetzt haben wir aber ganz kalte Hände bekommen, und damit sie wieder warm werden, schlagen wir unsere Hände und Arme um unseren Körper herum. Gerade stehen, Arme sind links und rechts waagrecht ausgestreckt. Nun schlagen wir die Arme so um den Körper, dass die rechte Hand die linke Schulter und die linke Hand die rechte Schulter berührt. Es muss. aussehen, als. ob ihr euch selbst umarmen wolltet. Wenn sich die Arme vorne kreuzen, ist einmal der rechte und das andere Mal der linke Arm oben.

Nach 16 mal kräftigem Schlagen ist uns wieder so warm geworden, dass wir unseren Spaziergang fortsetzen können.

Der Weg führt uns jetzt ein Stückchen durch einen Wald.

Die Bäume sind ganz dick mit Schnee bedeckt, und deshalb hängen die Aste so tief herunter. Wenn man aber an einem Ast ein wenig schüttelt, fällt der Schnee herunter, und die Aste heben sich wieder. Wir spielen jetzt einmal Baum. Noch liegt kein Schnee auf unseren Asten, und deshalb schauen sie etwas nach oben. Wir stehen wieder gerade, und unsere beiden Arme sind schräg nach oben gestreckt. Nun fängt es an zu schneien, und unsere Aste werden immer schwerer und schwerer. Wir senken ganz langsam die Arme. Sobald unsere Arme links und rechts am Körper herunterhängen, schütteln wir den Schnee ab, und schnell schwingen die Aste wieder nach oben. Wir lassen unsere Aste vier mal sinken und hochschnellen. Das Senken der Arme muss aber ganz langsam geschehen.

Wir gehen weiter auf dem verschneiten Waldweg, und vor uns ist noch niemand durch den Schnee gestapft. Unsere Fußabdrücke sind deutlich zu erkennen. Doch nun machen wir uns einen Spaß. Wenn jemand hinter uns kommt, wollen wir ihn verwirren, indem wir ganz seltsame Fußabdrücke im Schnee hinterlassen.

Wir treten mit dem rechten Fuß über den linken und umgekehrt, und unsere Fußspuren sehen nun aus, als ob wir die Schuhe verkehrt angehabt hätten. Wir gehen vier Schritte normal und dann vier Schritte über Kreuz. Im ganzen 32 Schritte.

Zum Abschluss unserer »verwirrenden« Spuren malen wir noch schnell ein Mondgesicht in den Schnee. Wir bücken uns und bohren mit den Fingern der rechten Hand zwei Löcher in den Schnee (links und rechts von uns), machen einen Längs- und einen Querstrich und malen darum einen Kreis. Wir sprechen dazu: Punkt, Punkt, Strich, Strich, fertig ist das Mondgesicht.

Zum Abschluss unseres Winterspazierganges bauen wir noch schnell einen Schneemann. Wir formen zuerst einen kleinen Schneeball, legen ihn vor uns in den Schnee und rollen den Ball im Schnee, bis er immer größer wird. Wir bücken uns dabei und schieben den immer größer werdenden Schneeball vor uns her. Je größer und schwerer er wird, um so langsamer werden unsere Bewegungen.

So, der Leib wäre fertig. Nun brauchen wir noch eine Kugel, etwas kleiner, für den Oberkörper. Für den Kopf genügt eine ganz kleine Kugel, vielleicht ein etwas größerer Schneeball.

Jetzt steht der Schneemann vor uns, aber es fehlt noch etwas. Natürlich, eine Nase, einen Mund und Augen braucht er noch. Wir suchen im Wald nach brauchbaren Dingen und finden wahrhaftig einen Tannenzapfen für die Nase, zwei Eicheln für die Augen und ein kleines Ästchen für den Mund.

Ist das nicht ein schöner Schneemann? Der muss unbedingt noch einen Namen bekommen. Wie wäre es mit Kasimir? Dazu fällt mir auch ein kleines Lied ein. Während wir singen, fassen wir uns an den Händen und tanzen um den Schneemann herum. Nach der Melodie "Alle Vögel sind schon da" singen wir:

Kasimir, du bist so schön, komm, wir wollen tanzen gehn. Kasimir, du bist so kalt, ach ich glaub du wirst nicht alt. scheint die Sonne warm und hell schmilzt du ganz bestimmt sehr schnell.

Wir verabschieden uns von dem Schneemann und hoffen für ihn, dass er nicht so schnell schmilzt.

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